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Bitter fragt, Andrea antwortet: Warum Bitterstoffe für Kinder so wichtig sind

Bitter fragt, Andrea antwortet: Warum Bitterstoffe für Kinder so wichtig sind

ExpertenLesezeit: 6 Minuten
Teilen10. Dez 21

Bitter ist bäh – oder wie war das noch gleich? Alle Kinder wären sich wohl im Bitter-Business einig, dass Süß definitiv besser ist. Die Ironie an der Sache: Bitter ist gesund und süßes leider gar nicht. Höchste Zeit also, um die Bitterstoffe auch auf kleine Teller zu bringen, damit unsere Kinder groß, stark und vor allem gesund werden. Unsere BitterLiebe Ernährungsexpertin Andrea Sokol verrät jetzt in der 3. Folge “Bitter fragt – Andrea antwortet”, warum Bitterstoffe gerade für kleine Kinder so wichtig sind und wie sie ohne viel Geheule und Geschreie gerne verspeist werden. 

Andrea, Bitterstoffe sind für eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig. Leider landet davon viel zu wenig auf den Tellern der Kinder. Aber warum brauchen genau die so viele Bitterstoffe?

Eine sehr schöne Frage. Bevor ich auf die Kiddies eingehen möchte, sage ich noch vorab: Ich habe ja für Bitterstoffe schon immer eine Lanze gebrochen und ob Kind oder Rentner: Es gibt bei Bitterstoffe keine Altersbeschränkung und sie sollten bei groß und klein auf dem Teller landen. Unsere Kinder haben es heutzutage nicht leicht, besonders in der Ernährung. Für alle Eltern ist es natürlich eine tolle Sache, nicht die ganze Zeit am Herd stehen zu müssen und trotzdem alle Bäuche satt zu kriegen. Da sind Fertigprodukte natürlich praktisch. Aber: Bitterstoffe haben sich in den letzten 30 Jahren immer weiter aus unseren Lebensmitteln verabschiedet und es wird zu allen Fertiggerichten immer mehr Zucker gegeben. Und wer viel Zucker konsumiert, der sagt natürlich zu Bitterstoffen – man, das ist aber wirklich bitter. Und das ist das Problem. 

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Wenn wir die Geschmacksrezeptoren unserer Kinder schon zu früh auf Süßes polen und an Fertiggerichte gewöhnen, dann empfinden sie die anderen Sektoren auf ihrer Zunge, wie die bitteren Geschmacksnerven, als total fremd. Deswegen ist es wichtig darauf zu achten, dass Kinder nicht zu viel Süßes und Salziges konsumieren. 

Besonders Obacht bei den süßen Smoothies, die stark mit Fruchtzucker gespickt sind. Das kann die Geschmacksrezeptoren der Kinder verändern, sodass sie andere Geschmäcker als störend, fremd und unangenehm ansehen.

Warum also nicht lieber einen Smoothie selbst herstellen, der neben Obst auch noch ausreichend Gemüse enthält? 80 % Gemüse, 20 % Obst ist da meine Empfehlung. Und das schmeckt dann wirklich süß und ist wirklich super gesund. Besonders Gluten und Zucker, Säfte, Schokolade, Fertiggerichte sind einfach voller Zucker. Und was passiert im Körper? Wir verkleben innerlich, und unser Speichel wird z. B. zähflüssiger. 

Wir brauchen ja die Säfte, die in unserem Körper fließen müssen: Das Lymphsystem, die Durchblutung, die Nieren, damit alle Stoffwechselendprodukte von den Organen weggetragen werden und die guten Nährstoffe, die wir durch eine gesunde Ernährung zu uns nehmen, zu den Zellen hinkommen. Deshalb ist es wichtig, wenig Zucker zu konsumieren, damit der Speichel auch gut flüssig bleibt, sonst entsteht z. B. Karies. Bitterstoffe sind daher unglaublich wichtig für die Knochen, für die Zähne, für das Wachstum und auch für die geistige Entwicklung. 

Kinder mögen ja bekanntlich alles, was süß ist. Wie kann man Kindern Bitterstoffe schmackhaft machen?

Erstmal müssen wir die ganze Sache anders aufziehen: Bitterstoffe sind das Natürlichste von der Welt. Sie sind in jeder Pflanze als sekundärer Pflanzenstoff enthalten. Nur weil unser Motto jetzt lautet – oh wir können Essen haltbar machen für 300 Jahre, vorkochen und in Dosen packen – züchten wir die Bitterstoffe raus und jetzt kommt genau das als Boomerang zu uns zurück. Wir haben ohne Bitterstoffe Probleme, weil uns die wichtigen Stoffe für den Körper fehlen. Wir sind nicht mehr im Fluss, wir sind verklebt und alle Körperprozesse funktionieren langsamer. Aber wie machen wir das den Kindern schmackhaft?

Ganz einfach. Wir fangen am besten gar nicht erst an, die Geschmacksverstärker unserer Kinder durch zu viel Zucker, Fett und Geschmacksverstärker zu verderben. Warum nicht einfach mal Pastinake, Brokkoli oder Karotte dünsten? Die Kinder sollen den natürlichen Geschmack entdecken und einfach ausprobieren und auf verschiedenem Gemüse darauf rumkauen. Wenn Kinder viel Gemüse essen, egal ob roh oder gedünstet und dann mal ein Stück Bitterschokolade vors Mäulchen bekommen – dann sind die nicht nur happy damit, sie finden das sogar richtig süß.

Wenn du aber auf einem hohen Süß-Level anfängst und die Geschmacksknospen nur an Süßes gewöhnst, dann finden sie natürlich alles, was darunter fällt, unglaublich bitter und unschmackhaft. Wir haben das selbst in der Hand. Aber wir müssen sagen: Stop in the name of Bitterstoffe.

Andreas Tee-Tipp

Ein guter Tipp von mir ist Tee für kleine Kinder zu geben, um die Bitterstoffe weiterzugeben, ohne zu viel Drama am Küchentisch zu bekommen. Oder einfach mal eine Limonade selbst machen. Kauft doch einfach mal einen ungesüßten, unpasteurisierten Apfelsaft und mischt den mit einem bitteren Kräutertee. Das wird eine leckere Limonade. Ihr könnt den Saft auch als Eis einfrieren. Sind die Kinder schon stark Zucker verwöhnt, fang am besten mit ⅔ Apfelsaft und ⅓ Kräutertee an. 

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Und ganz wichtig: Es geht natürlich nicht darum, dass die Kinder niemals Zucker essen dürfen oder niemals Fertigprodukte naschen können – aber auf die Menge und das Verhältnis kommt es an. Es geht darum, eine gesunde und ausgeglichene Ernährungsweise zu finden, und dass die Kinder die Natur entdecken können. Das ist ja das Tolle am Kind sein, alles probieren, schmecken, fühlen und erforschen. 

Wenn unsere Kinder damit aufwachsen und Bitterstoffe/Gemüse etc. alles völlig normal ansehen, desto einfacher wird es sie auch an bitterstoffhaltige Lebensmittel zu gewöhnen. “Du musst jetzt aber deine Bitterstoffe nehmen, sonst bekommst Du Stubenarrest” - darum geht es natürlich nicht, denn dann geht gar nichts mehr. 

Was passiert, wenn Kinder zu wenig bis keine Bitterstoffe bekommen?

Wie wir oben schon verraten haben: Durch die Entwöhnung der wichtigen Bitterstoffe verklebt der Körper. Die Säfte fließen nicht richtig und auch die Zellen können nicht richtig versorgt werden. So wird auch das Immunsystem gestärkt oder geschwächt. Mit einer ausgewogenen Ernährung kann schon viel Gutes geleistet werden, aber dadurch, dass die Bodenqualität sehr schlecht ist und einfach viel zu wenig Bitterstoffe in der Nahrung enthalten sind, müssen wir diese wichtigen Stoffe über Nahrungsergänzungen zufüttern. Wenn wir also zu wenig davon bekommen, dann kann es sein, dass wir auch in ein Ungleichgewicht unseres Mikrobiom geraten. 

Das Mikrobiom ist, wie man heutzutage aus vielen Studien weiß, ein Schutzschild. Bitterstoffe können auch als sekundärer Pflanzenstoff im Körper nicht nur der Verdauung förderlich sein können, sie sind eben auch anti-parasitär, antibakteriell. Wenn du also als Kind darauf achten kannst und dein Mikrobiom nicht platt gemacht wird, dann holt es sich mit 30-40 Jahren nicht so schnell ein, dass du ausgelaugt bist oder eine ständige Immunschwäche hast. Deswegen ist es so wichtig zu verstehen, dass Bitterstoffe das Normalste der ganzen Welt sind und in jedem Speiseplan vorkommen sollten. 

Wie viel Bitterstoffe brauchen Kinder, um sich gesund und munter entwickeln zu können?

Unterschiedliche Kräuter, Gemüse und Pflanzen haben unterschiedliche Bitterwerte. Natürlich müssen Kinder nicht 100 g der bittersten Pflanze Wermut am Tag verspeisen – ganz und gar nicht. Es geht um die Regelmäßigkeit und die Zwanglosigkeit und darum, dass Kinder ihr ganz normales Bewusstsein für Wohlbefinden und Experimentieren erfahren dürfen und die Eltern das unterstützen sollten. Wenn Kinder einmal am Tag tolles Gemüse bekommen, dann ist das der richtige Weg. Natürlich sollte man Schokolade und Kekse auch nicht verbieten, das Verhältnis sollte aber stimmen. 

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Dunkle Schokolade ist super lecker, gesund und auch dort sind gesunde Bitterstoffe enthalten. Ein bisschen saisonales Gemüse und damit ist die beste Basis gelegt. Oder einfach mal Chicorée to go – einfach abbeißen wie einen Apfel, das reicht schon, um Bitterstoffe in den Alltag zu integrieren. Es geht um eine gute Mischung, die uns Spaß am Essen macht und dabei noch gesund hält. 

Damit ist auch gemeint, dass wir danach fit sind und nicht vor dem Fernseher versacken. Wir wünschen viel Spaß mit Bitterstoffen für groß und klein. Probiert es doch einfach mal und zeigt euren Kindern, dass Bitterstoffe cool und lecker sind und auch noch glücklich machen.

Andrea Sokol ist als ganzheitlich zertifizierte Ernährungsexpertin stets für spannende BitterLiebe Ernährungsfragen im Einsatz. Mit Rat und Tat steht sie uns auch bei den kniffeligsten Fragen rund um die Gesundheit zur Seite und schafft es auch komplexe Inhalte unterhaltsam und verständlich zu erklären.

Quellen:

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